Idee


Als meine dreijährige Tochter auf der Suche nach persönlichen Relikten meiner selbst die Wohnung durchstöberte, fand sie mein einzigstes aktuelles Dokument – den Reisepass – ausgestellt am ….

Ihre Frage “Papa, darf ich das kleine Buch haben?” beantwortete ich mit “Ja! – Aber nicht kaputt machen!” “Danke Papa.” “Warte, Linchen,  ich geben dir noch ein kleines Buch, da findest du Stempel drin, aber sei vorsichtig.” Ich kramte in einer alten Kartentasche und Übergab ihr meinen ersten Reisepass – ausgestellt am 24.04.1990 in Berlin – meinen Reisepass der Deutschen Demokratischen Republik.

Ich erinnerte mich wieder, wie ich ihn damals in Empfang nahm. Er war der Duft des unabhängigen Reisens in die nun für uns offene freie Welt. 107000 km² gegen 500 Mio. km²! Was für eine Zukunft! Die Welt liegt mir nun vollständig zu Füßen. Es war ein betörendes Gefühl.

Warum hatte ich diesen beantragt – Andreas und ich planten eine gemeinsame Reise mit einem PKW rund um das Mittelmeer – auf Grund politischer Spannungen wurde diese Reise verkürzt.

Ich möchte hiermit meine Gedanken und Erinnerungen bezüglich meiner persönlichen Erfahrungen im Reisen und Reisegewerbe niederschreiben. 20 Jahre nach der friedlichen Revolution ist es eine Motivation für mich. Es gibt bestimmt viel interessantere Geschichten anderer Bürger, aber ich schreibe hier meine.

Vielleicht ergibt sich daraus auch ein wirtschaftlicher Erfolg. Ich werde es sehen.

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